FIT-L – FIT für den Lehrerberuf
Der Fragebogen FIT-L erlaubt es interessierten Personen, sich ein konkretes Bild von den Anforderungen des Lehrerberufs zu verschaffen und über den Abgleich mit den eigenen Erwartungen und Voraussetzungen zu einem differenzierteren Urteil über die persönliche Eignung und bestehenden Entwicklungsbedarf zu kommen.
Im Einzelnen handelt es sich um Einschätzungen zu 21 anforderungsrelevanten Merkmalen, die sich nach vier übergeordneten Bereichen gliedern lassen:
- Psychische Stabilität (Merkmale: Fähigkeit zur offensiven Misserfolgsverarbeitung, Frustrationstoleranz, Erholungs- und Entspannungsfähigkeit, Stabilität bei emotionalen Belastungen und Stressresistenz)
- Aktivität, Motivation und Motivierungsfähigkeit (Merkmale: Freude am Umgang mit Kindern und Jugendlichen, Verantwortungsbereitschaft, Humor, Wissens- und Informationsbedürfnis, Anstrengungs- und Entbehrungsbereitschaft, Begeisterungsfähigkeit und Beruflicher Idealismus)
- Soziale Kompetenz (Merkmale: Durchsetzungsvermögen in kommunikativen Situationen, Soziale Sensibilität, Sicherheit im öffentlichen Auftreten und Freundlichkeit/Warmherzigkeit)
- Grundfähigkeiten und -fertigkeiten (Merkmale: Stimme, Flexibilität, Didaktisches Geschick, Ausdrucksfähigkeit und Fähigkeit zum rationellen Arbeiten)
Im Ergebnis der Selbsteinschätzung entsteht ein individuelles Profil, das mit einer Idealnorm (erfolgreiche Lehrkräfte) verglichen wird. In einer umfangreichen Auswertungen werden die Ergebnisse differenziert dargestellt und Entwicklungsanregungen gegeben.
Die Möglichkeiten des Instruments werden voll ausgeschöpft, wenn in Ergänzung der Selbsteinschätzung eine Fremdeinschätzung eingeholt wird. Das zusätzliche Urteil einer anderen Person kann hilfreich sein, einer geschönten oder überkritischen Sicht auf die eigene Person entgegenzuwirken und wünschenswerte Selbstreflexionen auslösen. Für die Fremdeinschätzung kommen Personen in Frage, die die am Lehrerberuf interessierte Person (sehr) gut kennen (Mentoren, Lehrer, Trainer, Freunde …).
Nicht verzichtet werden sollte, wenn Selbst- und Fremdeinschätzung vorliegen, auf ein gemeinsames Gespräch, in dem beide Perspektiven gegenübergestellt, mögliche Gründe für abweichende Urteile erörtert und vor allem in gemeinsamen Überlegungen Schlussfolgerungen für weitere Entwicklungsschritte abgeleitet werden.